Wir sind Helden!

Stockbrot am Lagerfeuer backen, mit Kompass und Karte den Weg durch die nächtliche Wildnis finden, Pilze und Kräuter im Wald entdecken, die Nacht ohne Mama und Papa, dafür mit vielen anderen Kindern im Zelt verbringen. Klingt nach Abenteuerurlaub pur? Ist es auch!

 

 

Ab ins Heldencamp!

 

 

Für 100 Wittener Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren heißt es am letzten Sommerferienwochenende im August: Ab ins Heldencamp! Das DRK Witten und  das  Kinderferienprogramm  der Stadt  Witten  machen  es  wahr.  Jetzt schon zum fünften Mal. »Angefangen hat alles mit einer Anfrage der ›Wittener Ferienspiele‹. Gesucht wurde ein weite-

 

res Sommerferienangebot für Schulkinder, die auch zu Hause eine schöne Zeit haben sollen«, erklärt Wilm Ossenberg, Vorstand des DRK Witten. Schnell war die Idee des Heldencamps geboren. In Kooperation mit dem Kanuclub Witten, der das Gelände und die sanitären Anla-

 

gen  zur  Verfügung  stellt,  findet  das Abenteuerlager statt. Beliebte Mammutaufgabe 15 Zelte werden für die Kinder aufgebaut, eine Feldküche sorgt für die Verpflegung und fast 100 ehrenamtliche Helfer machen mit, damit das Camp auch in diesem Jahr ein voller Erfolg werden kann. Im Hintergrund und ganz selbstverständlich dabei: ein Rettungswagen und ein Krankenwagen. Man weiß ja nie bei solch einer großen Veranstaltung. »Eine Mammutaufgabe für uns. Aber die Mitarbeit an diesem Camp ist richtig beliebt. Einige Freiwillige nehmen sogar extra Urlaub dafür«, ist Wilm Ossenberg stolz auf ›seine‹ Mannschaft.

 

 

Karte, Kompass und Koordinaten

 

 

Am Samstag lernen die Kinder viele neue Dinge kennen: Wie leiste ich Erste Hilfe? Wie verhalte ich mich umweltgerecht in der Natur? Wie finde ich mich überhaupt in ihr zurecht? Wie funktionieren Karte, Kompass und Koordinaten? Schließlich hat ein Smartphone nicht überall Empfang. »Samstagabend gibt es dann eine Nachtwanderung mit vielen Aufgaben, die die Kinder lösen müssen und bei denen sie das zuvor Gelernte anwenden können«, erklärt Stefan Ebner, Teil der Eventleitung des Heldencamps. »Am Sonntag geht es dann ins Freibad und nach einem Mittagessen bekommen die Eltern dann ihre kleinen Helden zurück. Die zeigen dann stolz ihre Heldenurkunden und Helden-T-Shirts und haben vor allem jede Menge zu erzählen.«

 

 

Viel mehr als ein Abenteuer

 

 

»Für die Eltern ist es einfach schön, dass sie ihre Kinder am letzten Ferienwochenende gut aufgehoben wissen. Für die Kinder, dass sie ein tolles Abenteuer erleben und davon erzählen können. Und für uns als DRK schön, weil wir das Ganze als Übung für den Katastrophenschutz nutzen und wir unsere Abläufe proben können«, so Wilm Ossenberg.